Leben

Als beste Abiturientin Ihres Jahrgangs gewann sie 1992 den Josef-Winkler-Preis der Stadt Rheine. Bereits in ihrer Jugend war sie auch bei Klavierwettbewerben erfolgreich, wurde durch ein Stipendium der Stadt Rheine gefördert und besuchte Meisterkurse bei Leonid Brumberg (Wien), Volker Banfield, Elena Lapitskaja, Sten Nökleberg (Hannover), Michael Keller (Münster) und Arnulf von Arnim (Essen).

Sie studierte an den Musikhochschulen Detmold und Würzburg, und bekam dort wesentliche künstlerische Impulse von den Pianisten Gregor Weichert, Karl Betz und Bernd Glemser.

Im Februar 2000 erreichte sie einen bedeutenden Wettbewerbserfolg, als sie das hochdotierte Stipendium der Vogel-Stiftung (Würzburg) gewann. Im März 2001 erlangte sie das Meisterklassendiplom und damit den höchsten in Deutschland möglichen Studienabschluss. Seither bekam sie weitere Impulse u. a. durch Renate Kretschmar-Fischer (Detmold), Arnulf von Arnim, Michael Keller.

Im Mai 2007 war sie an einer CD-Produktion mit Mitgliedern des Radiosymphonieorchesters Bratislava beteiligt.

Claudia Giesen gestaltet Klavierabende, orchesterbegleitete Solokonzerte, aber auch erweiterte Konzertformen wie zum Beispiel durch Kombination von Musik, Tonband und Sprache. Ihre Konzerte führten sie in viele Länder Europas und nach Israel.

Sie widmete sich besonders den Komponisten Franz Schubert und Villa-Lobos und produzierte im Jahr 2014 eine Solo-CD bei musicom (Münster). Im Bereich der Neuen Musik hat sie sowohl als Solistin wie auch im Ensemble zahlreiche Uraufführungen ermöglicht und für den Bayerischen und Hessischen Rundfunk eingespielt.

Sie war ab dem Jahr 2011 mehrere Jahre Mitglied der Big Band der WfSM in Münster unter der Leitung von Lars Motel. In den Jahren 2016-2020 vertiefte sie ihre Jazzklavier-Studien bei Sebastian Altekamp und Thomas Rückert.

An der Musikhochschule Osnabrück beginnt sie im Oktober 2020 das Studium ‚Jazz-Komposition‘ bei Prof. Anne-Mette Iversen und Klavier bei Thomas Rückert.